11
Dez
2008

Pubertät

"Die schlimmste Zeit im Leben ist die Pubertät, die zweitschlimmste ist die Zeit danach."

(Helge Schneider zu schlimmen Zeiten)
486mal gelesen

10
Dez
2008

Weihnachtsgeschenkempfehlungen Teil 3

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Wer kennt es nicht: Das Phänomen, dass einzelne Socken beim Waschen mit Waschautomaten verloren gehen, unauffindbar sind und dann wieder aus dem Nichts auftauchen - und das meist, wenn man den anderen Socken gerade weg geworfen hat.

Dem kann gezielt Abhilfe verschafft werden durch das fürsorgliche Socken-Aufstocken zum Fest der Liebe.

Noch gestern während eines Gesprächs mit einer netten Dame wurde der Bedarf wieder deutlich: Sie hatte sich selbst ein Paar Socken gekauft und mir ein Auge geöffnet für die darin verborgen liegende Notwendigkeit, rechtzeitig an die Versorgung mit diesen Fußwärmern zu denken und dem kalten Krieg ein Ende zu bereiten.

Alternativ bietet sich natürlich auch der Kauf einer Strumpfhose oder von Kniestrümpfen an - für die, die sich vom niederschwelligen Weihnachtsallerlei dezent nach oben abheben wollen.

Meine Empfehlung kann nur lauten:

Kaufen Sie Socken. Mindestens.

- A. H. -
954mal gelesen

9
Dez
2008

Finanzkrise leicht gemacht

Die Ursachen und Wirkungen der Kreditkrise sind schwer zu verstehen. Hier nun endlich ein Erklärungsmodell zur Finanzkrise, das jeder versteht.

Mandy besitzt eine Bar in Berlin-Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschliesst sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandy's Bar.

Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz. Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandy's Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.

Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®, ALKBOND® . Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert. Daraufhin werden sie von mehreren Rating- Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandy's Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen.

Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.

Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandy's Kunden langsam fällig zu stellen.

Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus.

Mandy macht Konkurs. SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.

Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus. Und schon ist wie immer alles gut.
1088mal gelesen

8
Dez
2008

Weihnachtsgeschenkempfehlungen Teil 2

nasenhaarentferner_im_popelfingerdesign

Wie oft ertappen wir uns dabei, bevorzugt vor Rotlicht zeigenden Lichtzeichenanlagen innerorts mit zwei spitzen Fingern hervorlugende Nasenhaare ihrer Bestimmung weiteren Wachstums zu entheben und sie zu extrahieren?
Diesem zeitraubenden Körpersport kann nun Einhalt geboten werden. Mit dem Nasenhaarentferner in Fingerform kann der Aufwand halbiert werden.
Wo vorher noch zwei Finger mehr oder weniger erfolglos nach ihrer Beute haschten, tut nun lediglich einer seinen erfolgreichen Dienst: Der Nasenhaarentferner in Popelfingerdesign.
Eine Empfehlung für alle, die ihren Aufwand reduzieren wollen.
Übrigens auch ein Geheimtip für Meineidschwörer, Zweifingerbreitwhiskeytrinker oder exzessive Fummler.
Der Preis ist erschwinglich. Die Bohrtiefe kann mit Hilfe von Gleitgel satt erweitert werden.

Bitte kaufen Sie dieses Gerät!

- A. H. -
921mal gelesen

7
Dez
2008

Weihnachtsgeschenkempfehlungen Teil 1

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Wieder einmal hat es Helge Schneider, der großartige Künstler des beredten Nichtssagens, geschafft, sich in die Herzen seiner Leserschaft zu fräsen - wenn nicht sogar noch tiefer.
Gülden schimmert sein Werk in die sonst so tristen Spätherbstabende hinein und wirft einen zärtlichen Abglanz auf die Genres der Groschenromane und Telenovelen, ohne jedoch ganz deren wortgewaltiges Format zu erreichen.
Robert Fork nennt Schneider sich, sein wahres Ich schelmenhaft, ja geradezu bescheiden, verbergend. In epischer Schwere beleuchtet er, meisterhaft die Perspektiven wechselnd, das Lebensschicksal von Wolfgang Kollendorf, einem ehemaligen Chefarzt, der teils schicksals-, teils alkoholgeschwängert durch`s Leben taumelt und sich - das ist das wahrhaft Große an diesem Werk! - nicht scheut, zu weinen.
Als Randnotiz der Zeitgeschichte wankt Kollendorf durch die Zeilen und das, was zwischen ihnen steht. Er fällt sogar in Gruben, die er nicht gegraben hat und muss erleben, wie Figuren vom Rande her in seine Lebensmitte dringen, um das mit ihm zu teilen, was er reichlich hat: Selbstmitleid und knallharte Weichheit.
So bleibt letztlich nichts unerwähnt - nicht einmal das Belanglose. Überraschend dann das Ende, das keines hat und sich zerfuselt in einem Vorhang, der nicht fällt.
Robert Fork alias Helge Schneider oder auch umgekehrt reiht sich mit diesem Werk in unverschämter Demut ein in die wahrhaft großen Verewiger der kleinen Gedanken. "Die Fortsetzung des Woyzeck! Endlich!" wird hier und da bereits gemunkelt, und niemand wagt ernsthaft zu widersprechen, dass das Büchner`sche Dramenfragment endlich, nahezu die Unerträglichkeit des Unfertigen erlösend, seine Fortsetzung gefunden hat.
Greifen wir die letzte Szene aus Büchner`s Werk heraus, so ist der Zusammenhang frappierend. Ich möchte daher mit der Darstellung dieser Szene enden und sie als schweigenden Applaus auf die kongeniale Anknüpfungskunst Fork`s im Raume verhallen lassen:

27. Szene: Karl (Idiot), Woyzeck und das Kind:
Karl hält Woyzecks und Maries Kind auf dem Schoß. Woyzeck verspricht ihm ein Gebäck (Reuter). Karl läuft mit dem Kind weg.

Kaufen Sie dieses Buch!

- A. H. -
1083mal gelesen

6
Dez
2008

Ho! Ho! Ho!

Mehr fällt mir zu heute nun wirklich nicht ein.
357mal gelesen

5
Dez
2008

4
Dez
2008

3
Dez
2008

2
Dez
2008

Ich hätte jetzt Lust auf...

... senile Bettflucht.

foto
458mal gelesen

1
Dez
2008

Das war ja mal wieder knapp...

(... und dabei habe ich glatt vergessen, was ich schreiben wollte...)
328mal gelesen

30
Nov
2008

29
Nov
2008

28
Nov
2008

Männergespräche

Gestern im Fitnessstudio auf den Crosstrainern neben mir - frisch belauscht:

"Ey Alter, wie war Schule?"

"Geht so. Halbgeil. Haben über die Agrarzustände geredet, Alter. Festförmig, flüssig, Gas."

"Krass. Scheiß Erdkunde."
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Und sonst nichts...?^^
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Hatte auch schon über einen Pitbull nachgedacht.
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Danke für dieses schöne Feedback. ;)
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Das wäre aber eine Beschneidung!
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