31
Dez
2006

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Und wieder Zeit, Bilanz zu ziehen.
Oder nächstes Jahr.
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Fazit

Rückblickend muss ich sagen, dass ich stets nach vorn geschaut habe.
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30
Dez
2006

Neues vom Teufel Teil 2

Saddam zum Tode zu verurteilen, sei eine „bedeutende Leistung“ für die junge Demokratie in dem Golfstaat, sagte Herr B. am Sonntag in Texas. Den Schuldspruch gegen den Ex-Diktator und einige seiner Gefolgsleute bezeichnete er als „Meilenstein“ für die junge irakische Demokratie. Die Urteile seien eine „größere Errungenschaft“ bei den Bemühungen des irakischen Volkes, eine Tyrannenherrschaft durch die Herrschaft der der Gesetze zu ersetzen, so Herr B.

Dafür diese Auszeichnung - auf schwarzem Samt, gern auch getragen am Revers:

schlinge

Hochverachtungsvoll,

Tl.
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29
Dez
2006

Neues vom Teufel

"Ich habe getan, was ich konnte!" - sagte der Politiker.

"Das freut mich!" - sagte der Teufel.
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28
Dez
2006

Neues von Gott Teil 2

Die kleine Frau setzte sich ihm gegenüber auf die Couch und blickte ihn mit ratlos hängenden Schultern an.
„Was ist zu tun…“ sagte sie leise, ohne ein Fragezeichen anzuhängen. Mit einer schnellen Bewegung versuchte sie, den Sitz ihrer Perücke noch einmal zu überprüfen. Ihre kleinen Augen fixierten ihn. Wie eine Maus sitzt sie da, dachte er. Und ich bin die Katze.
„Wir sollten uns zunächst darüber unterhalten, wer zum Kreis ihrer gesetzlichen Erben gehört. Erst danach macht es Sinn, über eine abweichende Regelung durch ein Testament nachzudenken.“
Dass ihr Mann, ein älterer Freund seines Vaters, vor sechs Jahren vorverstorben war, wusste er. Der Rest der Familiengeschichte lag für ihn im Dunkeln.
„Ich hatte mir notiert, dass Sie 81 Jahre alt sind und gehe wohl davon aus, dass von Ihren Eltern niemand mehr lebt?“ - Sie bejahte, und nach einigen Minuten des Zuhörens wusste er, wann sie wo und woran gestorben waren. Er notierte sich die Daten.
„Hatten oder haben Sie Geschwister?“ - Die kleine Frau schien unruhig zu werden und setzte sich auf der Couch ein Stück weit nach links.
„Was ist zu tun…“ sagte sie erneut und setzte eine Plastikrose auf dem Tisch um. „Wissen Sie, wir waren mit sechs Geschwistern. Aber außer mir sind alle da geblieben.“
Er blickte sie fragend an. „Da geblieben?“ - „Sie kommen aus Ostpreußen, nicht? Leben Ihre Geschwister noch dort?“
Die kleine Frau rückte wieder ein Stück in die andere Richtung. Unter der Wolldecke zog sie ein Taschentuch hervor und betupfte ihre Augen.
„Nein, da - ich meine, sie sind im Krieg geblieben.“
Jetzt rückte er ein wenig nach vorn.
„Entschuldigung, das habe ich nicht gewusst. Alle…?“

Ja, es waren alle. Da geblieben.
Sie berichtete in sich zusammengesunken von ihren fünf Brüdern. Von den vier Soldaten und dem Jüngsten, der zuhause bleiben durfte. Davon, dass zwei bei Stalingrad gefallen seien, einer, der Älteste, von Partisanen getötet worden, einer verschollen sei.
Er saß ihr ratlos, schweigend gegenüber, die Hände das Gesicht stützend. Lediglich die Augen wagten noch, zu fragen.
„Und der Jüngste - den habe ich umgebracht.“
Das Schweigen hing nun wie gefrorene Gänsehaut im Raum.
„Ich hatte irgendwann Diphterie bekommen. Und ihn angesteckt, weil ich mich doch dauernd um ihn kümmern musste. Er ist in meinen Armen erstickt. Und ich hätte mir gewünscht, der liebe Gott hätte mich für ihn geholt. Meine Mutter hat mich dafür bis zu ihrem Tode gehasst. Den Letzten habe ich ihr genommen, den Kleinsten, sagte sie immer wieder.“
Mit einer Handbewegung schob sie das Schweigen wie einen unsichtbaren Vorhang an die Seite.
„Aber der Große, der hat es nicht anders verdient. Der hatte ja schließlich eine Nahkampfspange in Gold.“
Der Anwalt schaute sie erneut fragend an. „Nahkampfspange?“
„Ja", sagte sie. "Eine Nahkampfspange." Und ihre Stimme wurde leise, so, als wollte sie sich selbst nicht hören. -- „Wissen Sie denn nicht, wofür man die bekommt? Er musste das Weiße im Auge des Feindes sehen. Bis zur letzten Entscheidung. Und das an fünfzig Kampftagen. Fünfzig Tage weiße Augen...“


- A. H. -
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Neues von Gott

Am Nebentisch meines Stammitalieners saßen sie mal wieder. Der Soziologiedozent und ein offensichtlich ihm gut bekannter Theologe der entsprechenden evangelischen Fakultät.
"Gibt's was Neues von Gott?" fragte der Soziologe in sein Schinkenbrötchen hinein.
"Neues von Gott? Mein Gott! Gott ist ein Synonym für Gott!“ antwortete der Theologe und lächelte milde in seinen schwarzen Kaffee.

- A. H. -
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27
Dez
2006

Vorschau

Ja, ich durfte ihn schon in der Hand halten, den neuen Pirelli-Kalender!
Gern teile ich - in Auszügen...:

altreifen
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26
Dez
2006

Das Schönste wie immer am Schluss:

umtausch_garantie

Einmal werden wir noch wach, heissa, dann...
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25
Dez
2006

Was vom Tage übrig blieb...

img_4065

img_4066

Untertitel:

Nils Holgersson`s "ground zero" oder:

Kultur ist, einen Backofen zu haben. Denn wir sind ja nicht so:

http://walhalladada.twoday.net/stories/3103698
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24
Dez
2006

Letzter Wunsch an das Christkind

Unsterblich werden möchte ich
Das ist jetzt schwer in Mode

Unsterblich werden möchte ich
Am liebsten vor dem Tode.

- A. H. -
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23
Dez
2006

Morgen bitte daran denken:

Statt zu klagen,

dass wir nicht alles haben,

was wir wollen,

sollten wir lieber dankbar sein,

dass wir nicht alles bekommen,

was wir verdienen.



(Dieter Hildebrandt)
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22
Dez
2006

Es gibt Dinge...,

... die mich brennend interessieren:

weihnachtsbaum
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21
Dez
2006

Der dicke Mann

Mindestens einmal in der Woche sah ich ihn, den dicken Mann.
Er versperrte mir fast immer den Weg zum Büro, weil er einen Knopf an einer Lichtzeichenanlage für Fußgänger drückte, die dann für mich auf Rotlicht umsprang.
Von der Haltelinie aus konnte ich ihn beobachten. Sehen, wie er, klein, dick, nahezu quadratisch, schweratmig vor mir über die Straße lief. Breitbeinig, weil die Oberschenkel sonst aneinander gescheuert hätten. Mit der rechten Hand klammerte er sich an einen Stoffbeutel, im dem er wohl seine Tagesration an Lebensmitteln spazieren führte. Die linke wedelte wie im Stechschritt an seiner Seite hin und her.
Irgendwie erinnerte mich der dicke Mann an einen aufgequollenen Spongebob im Erschöpfungsmodus. Man sah es ihm an, dass die kleinen Strecken von der Wohnung zum Kiosk, nur wenige Meter von der anderen Straßenseite entfernt, eine Höchstleistung von ihm abforderten.

Heute wartete ich wieder an der Ampel.
Der dicke Mann stand nicht wie gewohnt rechts, um vor mir über die Straße zu ächzen.
Der dicke Mann lag links auf dem Bürgersteig.
Eine weiße Hand war in den Stoffbeutel verkrallt.
Der Notarztwagen mit traurig zuckendem Blaulicht auf dem Dach parkte wenige Meter entfernt. Der Arzt kniete neben dem dicken Mann und war seltsam untätig.

Die Ampel wechselte auf Grünlicht.
Dicker Mann, ich werde dich vermissen.

- A. H. -
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20
Dez
2006

Prost!

absolut
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19
Dez
2006

Sven

Die Zeit ist reif für eine kleine virtuelle Verneigung vor meinem besten Freund Sven (<-- hierfür bitte die Überweisung an die übliche Zahladresse...), und so soll es kurz vor dem Fest der Liebe geschehen - ihm sei nachfolgender Link gewidmet:

http://www.sven-kommt.de

In tief empfundener Aufrichtigkeit,

Tl.
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18
Dez
2006

Nachtrag für den Wunschzettel:

17.) Personalcomputerlautsprecherboxenkabelaufwickelungsrollenhalterungsschellenschraubengewinde
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