3
Dez
2006

Licht

kerzen2


Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.
243mal gelesen

2
Dez
2006

Erdenklichkeit

Erdenklichkeit

(Bild von "Ultimax" - Mit freundlicher Genehmigung durch den Fotografen)


Sein oder nicht sein; das ist hier die Frage:
Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden? Sterben - schlafen -
Nichts weiter! Und zu wissen, daß ein Schlaf
Das Herzweh und die tausend Stöße endet,
Die unsers Fleisches Erbteil, 's ist ein Ziel,
Aufs innigste zu wünschen. Sterben - schlafen -
Schlafen! Vielleicht auch träumen! Ja, da liegts:
Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen,
Wenn wir die irdische Verstrickung lösten,
Das zwingt uns stillzustehn. Das ist die Rücksicht,
Die Elend läßt zu hohen Jahren kommen.
Denn wer ertrüg der Zeiten Spott und Geißel,
Des Mächtigen Druck, des Stolzen Mißhandlungen,
Verschmähter Liebe Pein, des Rechtes Aufschub,
Den Übermut der Ämter und die Schmach,
Die Unwert schweigendem Verdienst erweist,
Wenn er sich selbst in Ruhstand setzen könnte
Mit einer Nadel bloß? Wer trüge Lasten
Und stöhnt' und schwitzte unter Lebensmüh?
Nur daß die Furcht vor etwas nach dem Tod,
Das unentdeckte Land, von des Bezirk
Kein Wandrer wiederkehrt, den Willen irrt,
Daß wir die Übel, die wir haben, lieber
Ertragen als zu unbekannten fliehn.
So macht Bewußtsein Feige aus uns allen;
Der angebornen Farbe der Entschließung
Wird des Gedankens Blässe angekränkelt;
Und Unternehmen, hochgezielt und wertvoll,
Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,
Verlieren so der Handlung Namen. - Still!
Die reizende Ophelia! - Nymphe, schließ
In dein Gebet all meine Sünden ein!

(aus: Hamlet, William Shakespeare)
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1
Dez
2006

Das Wort zum Sonntag:

Mentale Imagination besitzt die Abilität durch Kontinentaldrift kausierte Gesteinsformationen in ihrer lokalen Position zu transferieren.
254mal gelesen

30
Nov
2006

Inschrift

Sag, in was schneide ich deinen Namen?
In mich und in mich und immer tiefer in mich.

(Erich Fried)
246mal gelesen

29
Nov
2006

Briefwechsel

Lieber Gatte,

ich schreibe dir diesen Brief, um dir mitzuteilen, dass ich dich jetzt endgültig verlasse.
Ich war dir sieben Jahre lang eine gute Frau und habe nie etwas davon gehabt. Die letzten
zwei Wochen waren die Hölle.

Heute hat mich nun dein Chef angerufen, um mir zu sagen, dass du heute gekündigt
hast - das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Letzte Woche bist du heimgekommen und hast nicht einmal bemerkt, dass ich beim
Friseur und bei der Maniküre war, dein Lieblingsessen gekocht hatte und sogar ein
nagelneues Negligee anhatte.

Du bist heimgekommen, hast alles in zwei Minuten heruntergeschlungen und bist sofort
schlafen gegangen, nachdem du dir noch das Spiel angeschaut hast.

Du sagst mir nicht mehr, dass du mich liebst, du berührst mich nicht mehr, gar nichts
tust du. Entweder gehst du fremd, oder du liebst mich nicht mehr, wie auch immer,
ich bin jetzt weg.

P.S.: Falls du mich suchen solltest, lass es besser bleiben.

Dein BRUDER Karl und ich ziehen zusammen nach Bielefeld.

Schönes Leben noch!

____________________________________________________________________


Liebe Exfrau,

nichts hätte mir den Tag ähnlich versüßen können wie dein Brief. Es stimmt,
wir sind nun schon seit sieben Jahren verheiratet, obwohl du ja nun wirklich alles
andere als eine gute Frau warst.

Ich schau' mir so viel Sport im Fernsehen an, um dein ständiges Gemotze auszublenden.
Schade, dass es nicht klappt.

Ich habe sehr wohl gemerkt, dass du dir letzte Woche alle Haare hast abschneiden lassen;
das Erste, was mir in den Sinn kam, war: "Du schaust ja aus wie ein Kerl!" Meine Mutter
hat mich dazu erzogen, lieber gar nichts zu sagen, wenn man nichts Schmeichelhaftes
sagen kann.

Als du "mein" Lieblingsessen gekocht hast, musst du mich wohl mit meinem BRUDER
verwechselt haben? ich esse nämlich seit sieben Jahren kein Schweinefleisch mehr.

Ich bin schlafen gegangen, als du das neue Negligee anhattest, weil das Preisschild
noch dranhing. Ich hoffte, dass es nur ein Zufall war, dass mein Bruder gerade 50 EURO
von mir geborgt hatte und das Ding 49,99 gekostet hat.

Trotz alledem habe ich dich aber immer noch geliebt und gedacht, dass sich alles
zum Guten wenden würde.

Als ich herausfand, dass ich 10 Millionen im Lotto gewonnen habe, habe ich gekündigt
und uns zwei Tickets nach Jamaika gekauft.

Aber als ich zuhause ankam, warst du schon weg.

Wahrscheinlich geschieht alles aus einem bestimmten Grund. Ich hoffe für dich,
dass du nun das ausgefüllte Leben lebst, das du immer haben wolltest.

Mein Anwalt meint, dass du nach dem Brief, den du geschrieben hast,
keinen Cent von mir siehst. Schau halt, wo du bleibst.

P.S: Ich weiß ja nicht, ob du's wusstest, aber mein Bruder Karl war früher
eine Carla. Ich hoffe, das macht dir nichts aus.

Gezeichnet,
Schweinereich und frei!
539mal gelesen

28
Nov
2006

Ähem...

Endlich geklärt:

Das längste deutsche Wort, in dem sich kein Buchstabe wiederholt, ist "Heizölrückstoßabdämpfung".

Noch völlig ungeklärt ist allerdings, worum es sich dabei überhaupt handelt.
210mal gelesen

27
Nov
2006

Alles in Butter

butterbrot


Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Es sollte eins mit Butter sein!
216mal gelesen

26
Nov
2006

Schlechter Tag

raucher2

Müde streichen meine Finger
Über Runzeln, über Narben,
Über graue Haare.

Prost, ihr Freunde, die in diesem Jahre
Mir entstarben!– Bums!!
Bums und klirr!! – Nun hab ich sozusagen
Instinktiv
Eine Fliege totgeschlagen.
War es nicht, als ob sie Hilfe rief?!

Glas kaputt. So! Und jetzt löst mein vierter,
Letzter Knopf sich scheu von Hose und Faden.
Muß ich alles, alles ausbaden!?
Ach, ich werde immer deprimierter.

Wenn doch eine Motte jetzt geflogen käme.
Ach, ich würde sie zu Plüschsesseln einladen.
Und noch Samt ihr hinlegen,
Weil ich mich doch wegen
Der Fliege so schäme.
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25
Nov
2006

Die Stadt

Manchmal glaub ich, du siehst Dinge
Die die Andern nicht sehn
Wieder manchmal sagst du Sachen
Die ich einfach nicht versteh
Was weiß ich, warum die Vögel singen
Mitten in der Nacht
Doch ich weiß, dass ich es nicht träume
Ich bin grad erst aufgewacht

Wir können die Zeit zurück drehn
Von hier zu jedem Kuss davor

Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen
"Wir können das, denn wir sind anders",
Flüstern Engel in mein Ohr
Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen

Ich wollte meine Schlüssel
Meine Schlüssel und mein Geld
Einfach in den Fluss werfen
Doch ich hab den Fluss verfehlt
Später hab ich dann stattdessen
Das kleine rote Buch
Auf deinem Küchentisch vergessen
Ich hab nie mehr danach gesucht

Wir können die Zeit zurück drehn
Von hier zu jedem Kuss davor

Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen
"Wir können das, denn wir sind anders",
Flüstern Engel in mein Ohr
Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen

Du brauchst mich um zu bleiben
Ich brauch dich um zu gehn
Du brauchst meine Augen um dich selber zu sehen

Wir können die Zeit zurück drehn
Von hier zu jedem Kuss davor

Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen
"Wir können das, denn wir sind anders",
Flüstern Engel in mein Ohr
Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen

Wir können das, denn wir sind anders
Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen
Die Stadt ist heute wie ein Song
Und ich bin voll mit Erinnerungen

(Klee)
163mal gelesen

24
Nov
2006

Lieb Mütterlein, wie denk ich dein:

* Streitet euch nicht.
* So haben wir nicht gewettet, Freundchen.
* Frag Papa, ich sag auf jeden Fall “nein”.
* Halt eben die andere Backe hin.
* Versauf nicht dein ganzes Geld.
* Wasch dir die Ohren.
* Nimm ein Taschentuch.
* Nimm das Taschentuch und nicht den Ärmel.
* Nimm die Hände aus den Hosentaschen.
* Zähne putzen, ausziehen, ab ins Bett.
* Nach dem Sandmännchen geht’s ins Bett.
* Ab in die Falle jetzt.
* Aufstehen.
* Geh pfleglich mit deinen Sachen um.
* Zieh die Hose / Buxe hoch.
* Fall nicht.
* Verbrenn dich nicht.
* Und vergiss nicht wieder die Hälfte.
* Stell dich schon mal an der Kasse an, ich komm gleich (im Supermarkt – und dann steht man irgendwann als 10-jähriger ohne Geld an der Kasse ...).
* Iss langsam.
* Iss den Teller auf.
* Mit vollem Mund spricht man nicht.
* Und in Indien müssen die Kinder verhungern.
* Gegessen wird, was auf den Tisch kommt.
* Wenn du nicht aufisst, scheint morgen die Sonne nicht.


Fortsetzung folgt.
182mal gelesen

23
Nov
2006

22
Nov
2006

21
Nov
2006

Tupppper

Das Geschäftsprinzip der "Heimvorführung", im Volksmund "Tupperparty" genannt, greift auf eine lange Tradition zurück. Ob die Glaubensdiskussionen der Zeugen Jehovas oder die Überfälle der AVON-Beraterin, alle stürmen sie die letzte Rückzugsmöglichkeit, die der Mensch heute noch sein eigen nennt. Während Zeugen Jehovas mit satanischen Ritualen und tätowiertem nackten Oberkörper recht schnell aus der Wohnung zu treiben sind und die AVON-Beraterin auf sexuelle Anzüglichkeiten mit hysterischem Fluchtinstinkt reagiert, hat es Tupperware geschafft, ihr Machtimperium alleine auf den Heimvorführungen aufzubauen. Ein deutscher Durchschnittsmann (34, Herzinfarktgefährdet, alkoholkrank) wird im Normalfall bei einer Dessousvorführung oder bei einem Länderspiel eine Hormonvergiftung bekommen und zuckend und sabbernd auf dem Sofa liegen.

Ist das wahrlich schon einer der traurigsten Anblicke menschlicher Existenz, wird vom Besuch eines Tupperabends dringend abgeraten. Wenn eine deutsche Hausfrau beim Anblick einer Plastikschüssel in den fachkundigen Händen einer Tupper-Hohepriesterin hysterisch und mit irren Augen in feuchte Exstase gerät, sind die untersten Stufen menschlicher Verhaltensweisen erreicht. Richtig schlimm wird es aber erst, wenn Frauen Ihre Männer dazu zwingen, einer solchen Tupperparty beizuwohnen. Diese Männer verdienen, sollten Sie es überleben, unsere ganze Achtung und ein Mitgefühl, das Mutter Theresa gut zu Gesicht gestanden hätte. Oftmals lassen sich unerfahrene Männer mit der uralten, in Fachkreisen "Wuppertaler Eröffnung" genannten Variante locken. Aber von "Sex für Tupperparty" wird abgeraten, denn eine, durch mehrere Stunden Tupperparty ekstatisch gemachte Frau ist schlimmer als ein Rudel tollwütiger Wölfe. Todesfälle sind schon in mehreren Kontinenten verzeichnet worden. Die Sache muss im Auge behalten werden.
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20
Nov
2006

Ohne Worte

Die Tragödie unserer Zeit liegt nicht so sehr im Lärm der Bösen, als im Schweigen der Guten.
191mal gelesen
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Und sonst nichts...?^^
Und sonst nichts...?^^
Tanzlehrer - 13. Dez, 13:13
Hatte auch schon über...
Hatte auch schon über einen Pitbull nachgedacht.
Tanzlehrer - 27. Aug, 17:57
Flunker nicht. ;)
Flunker nicht. ;)
Tanzlehrer - 20. Aug, 18:28
Danke für dieses schöne...
Danke für dieses schöne Feedback. ;)
Tanzlehrer - 19. Aug, 19:19
Das wäre aber eine Beschneidung!
Das wäre aber eine Beschneidung!
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